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Wann ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich?

Rückkehr für Angestellte:

Voraussetzung für eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist eine versicherungspflichtige Anstellung unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 54.900 Euro brutto (Stand 2015). Die Unterschreitung der Pflichtgrenze muss vor dem Anspruch eines Wechsels in die gesetzliche Krankenversicherung mindestens ein Jahr bestanden haben.
Entscheidend für die Einkommensberechnung sind hierbei nicht nur die regulären monatlichen Gehaltseingänge, sondern ebenso eventuelle Sonderzahlungen, beispielsweise Prämien des Arbeitgebers, unregelmäßige Zeitzuschläge oder ein Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Rückkehrer, die bereits im Jahr 2002 in einer privaten Krankenversicherung waren, profitieren im Jahr 2015 von einer speziellen Pflichtgrenze von nur 49.500 Euro. Nach einem Wechsel der Krankenkasse darf das Einkommen wieder über die Entgeltgrenze steigen.
Bei einem Wechsel gilt es zu berücksichtigen, dass eine Auszahlung der sogenannten Altersrückstellungen, die in einer privaten Krankenkasse vielfach gebildet werden, nicht möglich ist. Personen, die lange Jahre privat versichert waren, können auf diese Weise hohe Summen von mehreren tausend Euro verlieren, sodass ein Wechsel unter Umständen finanziell nicht von Vorteil ist.

Rückkehr für Selbstständige:

Selbstständige Personen erwerben einen Anspruch auf Rückkehr, wenn sie Angestellte werden und ein entsprechendes versicherungspflichtiges Anstellungsverhältnis aufnehmen. Beim Gehalt besteht ebenfalls die Verpflichtung eines Einkommens unterhalb der genannten Versicherungspflichtgrenze.
Bei einer Aufgabe der Selbstständigkeit ohne Aufnahme eines Anstellungsverhältnisses besteht im Einzelfall die Möglichkeit, sich über den Ehepartner oder die Eltern in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung versichern zu lassen.
Auch Selbstständige, die eine freiwillige Arbeitslosenversicherung abgeschlossen haben und nachweislich mindestens ein Jahr arbeitslos waren, können zu den gleichen Kriterien in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.
Grundsätzlich muss das Alter bei einer Rückkehr unter 55 Jahren liegen. Eine Ausnahme bildet eine anerkannte Schwerbehinderung, die jedoch keine Aufnahmeverpflichtung für eine gesetzliche Kasse darstellt.

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