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Private Krankenversicherung

Die Private Krankenversicherung

Was ist eine private Krankenversicherung?

Die Krankenversicherung in Deutschland verteilt sich auf zwei Zweige: zum einen die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und zum anderen die private Krankenversicherung (PKV). Die private Krankenversicherung kann als Ersatz für die gesetzliche Krankversicherung, in Form einer Vollversicherung oder als Zusatzversicherung für Leistungen welche die gesetzliche Krankenversicherung nicht abdeckt, abgeschlossen werden. 2012 waren fast 9 Millionen Versicherte in einer privaten Krankenvollversicherung und etwas über 23 Millionen privat zusatzversichert. Die Beiträge für die PKV orientieren sich nur an der individuellen Risikosituation und dem gewünschten Leistungsumfang. Die privaten Versicherer kennen keine beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und Ehepartnern. Für jede Person ist ein eigener Beitrag zu zahlen.

Wer kann sich privat versichern?

Selbstständige und Freiberufler, die keiner gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen, Beamte, Studenten und Berufssoldaten können sich privat versichern. Beamte und Berufssoldaten sind grundsätzlich beihilfeberechtigt und erhalten einen Teil ihrer Kosten für ärztliche Behandlungen direkt vom Staat erstattet. Über die PKV wird nur die Differenz zur vollständigen Erstattung abgesichert. Studenten können sich optional in der studentischen privaten Krankenversicherung versichern, wenn sie sich vor Beginn des Studiums von der gesetzlichen Versicherungspflicht mit einem Freistellungsantrag befreien lassen.

Ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich?

Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die PKV ist auch für Arbeitnehmer möglich, die über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen (2014: 53.550 €). Der Wechsel zurück ist nur möglich, wenn das Einkommen wieder dauerhaft unter die Grenze fällt. Personen über 55 Jahre können nur zurück in die gesetzliche Versicherung wechseln, wenn sie in den letzten fünf Jahren davor mindestens 30 Monate pflichtversichert waren. Der Wechsel zwischen verschiedenen privaten Krankenversicherern ist jederzeit möglich, die Versicherer prüfen aber die Gesundheit des Versicherungsnehmers und lehnen Anträge bei Vorerkrankungen häufig ab.

Welchen Leistungsumfang hat die private Krankversicherung und wie läuft die Erstattungen ab?

Privat Versicherte können sich den gewünschten Leistungsumfang ihrer Versicherung selbst aussuchen. Anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es Tarife, die beinahe ohne Einschränkungen auskommen und zum Beispiel auch Zahnersatz voll entschädigen. Diese sind teurer als Tarife, die sich an dem Leistungsumfang der gesetzlichen Versicherung orientieren. Nach einer Behandlung erstellt der Arzt eine Rechnung, die vom Versicherungsnehmer zunächst bezahlt wird. Danach wird die Rechnung beim Versicherungsunternehmen eingereicht und der Betrag erstattet. Teilweise lohnt es sich, Rechnungen gar nicht einzureichen, weil die privaten Versicherer Beiträge auch zurückerstatten (Beiragsrückerstattung), wenn der Kunde keine Leistungen der privaten Krankenversicherung in Anspruch nimmt.

Vergleich der privaten Krankenversicherung