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Krankenversicherung Minijob

Nebenjob Minijob bis 450 €

Wenn Sie einen sogenannten „Minijob“ ausüben, sollten Sie sich über die Sozialversicherung Gedanken machen. Grundsätzlich ist es so, dass jeder Bürger in Deutschland krankenversichert sein muss, und das gilt auch für 400-Euro-Jobs. Der Arbeitgeber bezahlt zwar pauschale Beträge, das bedeutet aber nicht, dass der Angestellte damit automatisch versichert wäre.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

– Sie sind ohnehin bereits versichert, da Sie auch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausüben.

– Fall der Ehegatte Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse ist, sind Sie über die Familienversicherung beitragsfrei geschützt. Dabei ist es wichtig, die Einkommensgrenze von 350 Euro im Monat zu beachten und gewisse Voraussetzungen zu erfüllen. Der Ehegatte muss also gesetzlich krankenversichert sein. Falls Sie noch ein Jugendlicher sind, so sind Sie bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres automatisch mit den Eltern mitversichert. Der Schutz kann verlängert werden, wenn Sie entsprechende Ausbildungsbestätigungen vorlegen.

– Falls die beiden erwähnten Punkte nicht zutreffen, können Sie sich freiwillig in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichern. Der Beitrag dafür beträgt in der gesetzlichen Krankenversicherung etwa 140 Euro pro Monat. So gesehen wäre es sinnvoller, wenn Sie mehr als 400 Euro im Monat verdienen. Dann werden die Beiträge nämlich prozentual vom tatsächlichen Einkommen bemessen und sind dadurch in der Regel deutlich niedriger.

Wenn Sie eine private Krankenversicherung auswählen, so wird der Beitrag aufgrund Ihres Alters, Ihres Geschlechts, Ihres Gesundheitszustandes und der Leistungen, die die Versicherung umfassen soll, berechnet. Das ist nicht billig, Sie müssen mit etwa 150 bis 200 Euro pro Monat rechnen.

Grundsätzlich werden durch den Minijob keine Ansprüche auf die Zahlung von Krankengeld erworben. Der Arbeitgeber bezahlt also den Lohn für sechs Wochen, weitere Zahlungen gibt es nicht. Das gilt übrigens auch, falls Sie neben einem Hauptjob auch zusätzlich geringfügig arbeiten. Frauen, die schwanger werden, erhalten seitens der Krankenkasse kein Mutterschaftsgeld. Lediglich die Bundesversicherungsanstalt zahlt auf Antrag einmalig 210 Euro aus.

Auch die Pflegeversicherung bleibt bei einem Minijob leistungsfrei, außer, Sie haben in den letzten zehn Jahren wenigstens für fünf Jahre Beiträge einbezahlt. Das gilt auch dann, wenn Sie über die beitragsfreie Familienversicherung versichert sind.